Ferrari 412

Der 412 ist etwas ganz besonderes. Unvergleichlich schön die Pininfarina Sicke über die Flanken, wie beim Daytona. Der samtseidige Lauf des 12-Zylinders mit verhaltenen 350 PS; für Ferrari ist das vergleichsweise wenig, obwohl der 600er Mercedes nur 280 PS hatte. Die letzte verfeinerte Version der ursprünglichen 365er Serie. Der erste Italiener mit ABS, einer der seltenen Handschalter, die meisten waren Automatik und eine wunderbar gefühlvolle Servolenkung. Es ist das ideale Gefährt für den Herrn mit grauen Schläfen, der damit in einer Nacht an die Cote d`Azur fährt, nur tanken und selten den Radioknopf anfassen. Der Herr mit grauen Schläfen, meistens Rennfahrererfahrung, welcher bei Track Days die Kinder hinten rein packt und das Schiff fliegen lässt, bis die Beläge glühen. So hat man ihn erlebt, den 412er, in den 80er Jahren. Es war das Auto der erfolgreichen Menschen, die sich einen Ferrari leisten konnten, aber nicht jedermann zeigen wollten, dass es ein Ferrari ist. Dennoch kann er, wie jeder Ferrari, gewaltig mit den Hufen scharren.