Ingenieurskunst auf vier Rädern

Ferrari M575 F1 H-GTC

Gepostet von am November 7, 2016 in Automobile | Kommentare deaktiviert für Ferrari M575 F1 H-GTC

Sie hören einen 575er M, noch dazu mit der GTC Auspuffanlage in Edelstahl. Für noch einmal € 30 TSD Aufpreis, gab es den M575 in GTC Ausführung mit Karbonbremsen, spezieller Auspuffanlage, 3-teiligen Felgen und Sicherheitskäfig. Der Spoiler ist von Novitec. Zubehör an einem Ferrari ist meist verpönt, aber hier werden die Fahreigenschaften im Hochgeschwindigkeitsbereich spürbar verbessert. Der 575er ist kein Drittauto, das es nur bis zum Golfplatz schafft. Nach eintausend Kilometern steigt man aus diesem Auto aus, ganz so, als wären es fünfhundert gewesen. Der 575er `spricht` ständig über die Lenkung, informiert über den Wechsel von Unter- und Übersteuern. Er ist mühelos und gnadenlos zugleich. Gnadenlos im Zupacken beim Bremsen oder Beschleunigen. Mühelos in der Art, wie er die Gedanken des Fahrers zu ahnen scheint.

Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale

Gepostet von am November 7, 2016 in Allgemein, Automobile | Kommentare deaktiviert für Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale

Heute noch ein Fahrzeug der Superlative. Die Giulietta Sprint Speciale war ursprünglich für die Rennstrecke gedacht. Das erübrigte sich als die noch leichtere Zagato Version kam. Dennoch, die Aerodynamik dieses Wägelchens war zukunftsweisend. Es war der erste 1300er, welcher an die 200 Stundenkilometer lief. Die Frontscheibe hat die Krümmung einer Flugzeugkanzel. Im Sommer besonders angenehm. Beim Öffnen der Seitenscheiben so gut wie keine Luftwirbel. Wer seinerzeit in der Giulietta Sprint Speciale unterwegs war, fuhr ein Auto im Sonntagsanzug. Nicht billig. Für den Preis dieses Wägelchens bekam man seinerzeit auch einen Mercedes Coupé. Aber dieser schaffte gerade Mal 150. Die geringe Stückzahl von 1251 macht ihn zur Rarität, wie den Mercedes Flügeltürer. Von ihm wurden auch nicht mehr gebaut. Die Giulietta Sprint Speciale ist elegant, schön und zeitlos. Die Chromstoßstangen haben die Form von Eiszapfen, welche der Wind formte. Seit 2 Jahren erlebt er eine heftige Renaissance. Innerhalb dieser Zeit haben sich die Werte fast verdreifacht.

Ferrari 412

Gepostet von am November 7, 2016 in Automobile | Kommentare deaktiviert für Ferrari 412

Der 412 ist etwas ganz besonderes. Unvergleichlich schön die Pininfarina Sicke über die Flanken, wie beim Daytona. Der samtseidige Lauf des 12-Zylinders mit verhaltenen 350 PS; für Ferrari ist das vergleichsweise wenig, obwohl der 600er Mercedes nur 280 PS hatte. Die letzte verfeinerte Version der ursprünglichen 365er Serie. Der erste Italiener mit ABS, einer der seltenen Handschalter, die meisten waren Automatik und eine wunderbar gefühlvolle Servolenkung. Es ist das ideale Gefährt für den Herrn mit grauen Schläfen, der damit in einer Nacht an die Cote d`Azur fährt, nur tanken und selten den Radioknopf anfassen. Der Herr mit grauen Schläfen, meistens Rennfahrererfahrung, welcher bei Track Days die Kinder hinten rein packt und das Schiff fliegen lässt, bis die Beläge glühen. So hat man ihn erlebt, den 412er, in den 80er Jahren. Es war das Auto der erfolgreichen Menschen, die sich einen Ferrari leisten konnten, aber nicht jedermann zeigen wollten, dass es ein Ferrari ist. Dennoch kann er, wie jeder Ferrari, gewaltig mit den Hufen scharren.

Alfa Romeo 2000 GTV

Gepostet von am November 7, 2016 in Automobile | Kommentare deaktiviert für Alfa Romeo 2000 GTV

Kein normaler GTV, sondern ein ganz besonderer. Ein süddeutscher Fabrikant hat sich den Traum eines Alfas bauen lassen, den er sich in seiner Jugend nie leisten konnte. Kosten spielten keine Rolle. Er wurde strikt mit den Zutaten der 70er Jahre auf annähernd 200 PS gebracht. Was 200 PS mit einem knapp 1 Tonne wiegendem Wägelchen anstellen können, ist atemberaubend. Statt der „normalen“ 40er Weber Doppelvergaser, saugt dieser mit 45ern an. Was für ein Bass! Man muss Gas geben wie bei einem Instrument, sonst verschluckt er sich im Kaltlauf. Diese Alfas waren seinerzeit die ersten, welche am Nürburgring die 10 Minuten Mauer knackten. Wenn er auf eine Kurve zufliegt, spürt man das heute noch. Die GTV Karosserie ist in 40 Jahren ästhetisch nicht gealtert. Ganz im Gegenteil. Eine zeitlos schöne Konstruktion. Wäre er eine Frau, wären ihr, der "bella macchina" heute noch bewundernde Pfiffe gewiss.

Alfa Romeo GT 1300 Junior Zagato

Gepostet von am November 7, 2016 in Automobile | Kommentare deaktiviert für Alfa Romeo GT 1300 Junior Zagato

Alle Zagatos haben eines gemeinsam. Die Karosserie schmiegt sich hauteng um das Fahrgestell, als wäre es ein Konfirmantenanzug. Damit verringert sich bei Zagatos die Stirnfläche. Wir wissen, dass der C-Wert und die Stirnfläche den Luftwiderstand bestimmen. Bis 100 Stundenkilometer spielt der C-Wert keine Rolle. Ein Scheunentor hat einen C-Wert von 1. Aber danach wird es ausschlaggebend. Dann steigt der Widerstand im Quadrat. Ein Luftwiderstand von 4 bei 120 braucht bei 240 16mal (4x4) so viel PS. Dieser Junior Zagato, auch er selten gebaut, 1108 Stück, ist noch einmal besonders unter Besonderheiten. Türen, Haube und Heckscheibenhaube sind aus Aluminium. Seiten und Heckfenster aus Gewichtsgründen Plexiglas. Dermaßen erleichtert fährt er sich wie ein Go-Kart. Denn er ist halb so schwer wie ein gleichgroßes Auto heutzutage, trotz Sicherheitskäfig. Gewicht um steif zu sein, braucht wieder Gewicht. Viel Gewicht zu beschleunigen und abzubremsen frisst unnötig Leistung. Am Fahrspaß, den dieses Fahrzeug vermittelt, zeigt sich die ganze Fragwürdigkeit der heutigen Entwicklung.